Filme
Die hier aufgeführten Filme sind natürlich eine Auswahl, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Auswahlkriterien waren u.a. eine möglichst hohe Authentizität, eine große Vielfalt und die öffentliche Verfügbarkeit.
Die Filme sind nach folgenden Themen gruppiert, auch wenn die Zuordnung nie eindeutig sein kann:
Jüdisches Leben
7 Fragen zu jüdischer Kultur (planet schule) 23 Minuten
In dieser Reportage beschäftigt sich Lars Umanski mit jüdischer Kultur und Religion. Es geht ums Essen, um Musik und Film, Kunst und Literatur, Jugend sowie um Sport. Alles wird lebendig und anschaulich, manchmal auch mit ein wenig Augenzwinkern dargestellt.
Verrückte Normalität – Jung und jüdisch in Deutschland (RESPEKT – BR) 28 Minuten
Der Film zeigt, wie junge Jüdinnen und Juden ihren Alltag in Deutschland leben – zwischen Normalität und gesellschaftlichen Vorurteilen. Moderatorin Verena Hampl trifft Menschen, die ihre jüdische Identität auf unterschiedliche Weise leben und dabei mit Klischees, Antisemitismus und dem Wunsch nach Offenheit konfrontiert sind.
Jüdisches Leben (logo!) 24 Minuten
„Was ist eigentlich jüdisch?“ Dieser Frage möchte „logo!“-Reporterin Maral nachgehen. Von der 13-jährigen Bruriah erfährt sie, dass für sie jüdisch sein viel mit Religion zu tun hat. Anders als für Bruriahs Freundin Sandy. Sie lebt weniger nach den religiösen Regeln des Judentums. Für sie bedeutet jüdisch zu sein, dass man ein Gefühl des Zusammenhaltes empfindet.
Witz als Waffe (3Sat) 67 Minuten
Die Doku zeigt, wie jüdischer Humor funktioniert: viel Selbstironie, cleveres Spiel mit Klischees und die Idee, mit Witz auch unangenehme Wahrheiten sichtbar zu machen. An Beispielen und O-Tönen wird klar, dass dieser Humor historisch auch eine Waffe der Wehrlosen gegen Verfolgung war.
Das jüdische Leben zwischen Stolz und Angst (RTL) 35 Minuten
Die Reportage zeigt das vielfältige und moderne jüdische Leben in Niedersachsen, indem sie junge Menschen vorstellt, die stolz ihre unterschiedlichen Traditionen und Feste zeigen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Antisemitismus für viele junge Juden trauriger Alltag ist.
Antisemitismus für Anfänger (DW) 4 Minuten
Der Film erläutert die Hintergründe, warum die Verlegerin Myriam Halberstam Antisemitismus mit bissigem Humor begegnet und sich nicht mehr darüber ärgert. Schließlich wird die absurde Parole „An allem sind die Juden schuld“ aufs Korn genommen.
Personen und ihre Story
Schock Schalom – jung, jüdisch, jetzt (ZDF) 28 Minuten
Die Dokumentation zeigt, wie der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 das Leben junger Juden in Deutschland schockartig verändert hat, weil der Hass gegen sie seitdem stark zugenommen hat. Sie schildert, wie sie aktuell mit ihrem Jüdischsein umgehen – von säkular bis streng religiös. Ihr Schul-, Studien- und Freundschaftsalltag hat sich stark verändert. Der Film macht deutlich, dass Sicherheit, Sichtbarkeit und Zusammenhalt zentrale Themen geworden sind – und fragt, wie offenes, normales Leben in Deutschland trotzdem gelingen kann.
Siebenmal jüdisches Leben in Bayern (BR) 43 Minuten
Die Zahl sieben hat in der jüdischen Tradition eine besondere Bedeutung: Die Doku rückt sieben Frauen und Männer aus ganz Bayern in den Fokus, die ihr Jüdischsein unterschiedlich leben. Eine Reise durch Generationen und Regionen – auf den Spuren jüdischen Lebens und seiner heutigen Vielfalt.
Jung & jüdisch – Lebendiges Judentum heute (Medienwerkstatt Franken) 27 Minuten
Vier junge jüdische Menschen aus Nürnberg zeigen, wie vielfältig jüdisches Leben heute ist: im Jugendzentrum, auf der Bühne oder beim Projekt „Meet a Jew“. Sie sprechen offen über Identität, Zugehörigkeit und den Wunsch nach Begegnung.
Jung, Jüdisch, Bayrisch: Dreizehn (EJKA) 10 Minuten
Der Film begleitet Hanna und ihre Mutter und fragt: Was bedeutet es, in Bayern aufzuwachsen und jüdisch zu sein? Eine generationenübergreifende Betrachtung jüdischer Identität in München.
Jung, Jüdisch, Bayrisch: Ein Mensch (EJKA) 12 Minuten
Ein humorvoller Blick auf jüdisch-bayerische Identität – zwischen Tradition, Klischee und Selbstironie.
Hannas Suche nach ihrer Identität (ZDF) 15 Minuten
Hanna sucht ihren Platz zwischen jüdischer Herkunft und deutschem Alltag – ein sensibles Porträt über Identität und Selbstfindung.
Auf das Leben! Jüdisch in Deutschland (BR) 59 Minuten
Ein Film aus dem Jahr 2012, der drei ganz unterschiedliche jüdische Lebenswege zeigt – emotional, menschlich, vielfältig.
Chani Diskin: Eine jüdische Religionslehrerin (EJKA) 19 Minuten
Porträt der Religionslehrerin Chani Diskin, die jüdisches Leben in Bayern aktiv mitgestaltet – zwischen Unterricht, Familie und Festen.
German Djanatliev: Ein jüdischer Religionslehrer (EJKA) 45 Minuten
Porträt des Religionslehrers und Aktivisten German Djanatliev, der sich für jüdisches Leben, Bildung und Gleichberechtigung in Deutschland engagiert.
Wie junge Jüdinnen ihre Identität neu erfinden (WDR) 43 Minuten
Was bedeutet es heute, als junge Frau in Deutschland jüdisch zu sein? Wie schwer wiegt die Tradition des Judentums und welche Rolle spielt der Glaube? „Menschen hautnah“ begleitet die Bloggerin Linda, die angehende Grundschullehrerin Rina und Helene, die sich gerade zur Rabbinerin ausbilden lässt.
L’Chaim – Auf das Leben: Schwerin 2019/20 (KIgA) 17 Minuten
Der Film zeigt jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern – authentisch, nah und mit Fokus auf Begegnung und Vielfalt.

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Jahrhundertzeugen – Margot Friedländer (Phoenix) 46 Minuten
Zeitzeugin Margot Friedländer erzählt von ihrem Überleben, ihrem langen Leben und ihrer Rückkehr nach Deutschland – ein eindrückliches Vermächtnis.
Nice to meet Jew (www.an-allem-schuld.de) 3 Minuten
Sechs ganz unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Idealen, Hobbies und Lebensvorstellungen. Und trotzdem haben Nastya, Tim, Karolina, Benjamin, Anita und Alex eines gemeinsam: Sie sind jüdisch. Nice to meet Jew!
Frequently asked Questions (www.an-allem-schuld.de) 7 Minuten
Wie wird man eigentlich jüdisch? Müssen alle Jüdinnen:Juden auf jüdische Schulen gehen? Und ist Döner nach jüdischem Gesetz erlaubt? Nastya, Tim, Karolina, Benjamin, Anita und Alex beantworten häufig gestellte Fragen zum Judentum.
Mein Judentum (www.an-allem-schuld.de) 3 Minuten
Nur zu wichtigen Festen in die Synagoge – oder doch Wegweiser für das eigene Leben? Nastya, Tim, Karolina, Benjamin, Anita und Alex erläutern, welche Rolle das Judentum in ihrem Leben spielt.
Judentum und Geschichte
Die Folge von Terra X „Geschichte des Judentums“ zeichnet die 3000-jährige Geschichte des Judentums nach, beginnend in Kanaan, der Entstehung der zentralen Schriften und der Etablierung des Volkes Israel. Nach der Zerstörung des Tempels durch die Römer wurde die Tora zum „portativen Vaterland“ der Juden in der Diaspora, die sich trotz zunehmender christlicher Feindseligkeit in Europa verbreiteten. Die Geschichte in Europa war geprägt von Verfolgung, Pogromen (beginnend mit den Kreuzzügen) und der Herausbildung des antisemitischen Feindbildes, was schließlich im rassistischen Wahn des Nationalsozialismus und dem Holocaust mündete, bevor Israel für viele Überlebende zum Zufluchtsort wurde.

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Exodus – Eine Geschichte der Juden in Europa (3Sat) 43 Minuten
Der Historiker Christopher Clark begibt sich in Europa und im Nahen Osten auf die Suche nach Zeugnissen jüdischer Geschichte und antisemitischer Verfolgung. Auf seiner Spurensuche spannt Clark den Bogen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Die Geschichte der Juden ist nicht nur eine der Verfolgung. Die Dokumentation beschreibt auch die Errungenschaften, mit denen das Judentum Europas Kultur bereichert hat. Der Historiker spricht mit Betroffenen, Angehörigen jüdischer Gemeinden, Zeitzeugen sowie mit gesellschaftlichen und politischen Akteuren, die sich heute um Verständigung bemühen. Er begibt sich aber auch an Brennpunkte, wo gegenwärtig antisemitische Parolen laut werden.
Die Doku begleitet die Cellistin Friederike Fechner, die bei der Sanierung eines alten Hauses in Stralsund entdeckt, dass es einst der jüdischen Familie Blach gehörte, und sich auf eine Spurensuche nach deren Geschichte macht. Dabei rekonstruiert sie mithilfe von Archiven und Begegnungen das Schicksal der Familie: Verfolgung und Enteignung in der NS-Zeit, Deportationen – nur ein Sohn kann in die USA fliehen –, und sie trifft auch Überlebende bzw. Nachfahren wie Peter in Amsterdam. Der Film kulminiert in der emotionalen Zusammenführung der Nachkommen der Familie Blach aus der ganzen Welt in Stralsund, um am historischen Ort ihrer Wurzeln gemeinsam der Opfer zu gedenken und ein lange vergessenes Kapitel der Stadtgeschichte wieder sichtbar zu machen.
Antisemitismus
Judenhass in Deutschland – 80 Jahre nach Auschwitz (ZDF) 43 Minuten
Seit dem 7. Oktober 2023, dem Angriff der Hamas auf Israel, hat sich die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland verdoppelt, die Gewalt nimmt zu. Die Dokumentation aus dem Jahr 2025 begleitet Jüdinnen und Juden (vor allem Überlebende der Shoa) – und fragt, wie sie mit dem Erstarken des Antisemitismus umgehen.
Woher der Hass auf Juden kommt – die lange Geschichte des Antisemitismus (Addendum) 10 Minuten
Seit dem 7. Oktober 2023, dem Angriff der Hamas auf Israel, hat sich die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland verdoppelt, die Gewalt nimmt zu. Die Dokumentation aus dem Jahr 2025 begleitet Jüdinnen und Juden (vor allem Überlebende der Shoa) – und fragt, wie sie mit dem Erstarken des Antisemitismus umgehen.
Die Sache mit den Juden: Von links (BR) 22 Minuten
Antisemitismus im linken politischen Spektrum, insbesondere im Zusammenhang mit Israelkritik und antizionistischen Haltungen.
Die Sache mit den Juden: Unter Muslimen (BR) 22 Minuten
Wie islamistische Ideologien und politische Konflikte zu antisemitischen Einstellungen führen – oft vermischt mit Israelhass.
Die Sache mit den Juden: Von rechts (BR) 22 Minuten
Wie rechtsextreme Gruppen und Verschwörungsideologien Juden als Feindbild konstruieren und offen antisemitisch agieren.
Die Sache mit den Juden: Aus der Mitte (BR) 22 Minuten
Unterschwelliger oder „wohlmeinender“ Antisemitismus in der Mehrheitsgesellschaft – etwa durch Ignoranz, Klischees oder paternalistische Haltungen.
Eine Geschichte des Antisemitismus: 38 – 1144 (ARTE) 52 Minuten
„Wo nahm der Antisemitismus seinen Anfang? Warum konnte er sich weiterverbreiten? Warum entstand die erste große Welle antijüdischer Gewalt ausgerechnet im antiken Alexandria, als die Römer die Macht übernahmen? Wie setzte sich der Antijudaismus in den christlichen und in den muslimischen Zivilisationen fest? Wie konnte Granada nach einem 300-jährigen Goldenen Zeitalter auf der Iberischen Halbinsel zum Schauplatz eines Massakers werden, dem ersten Pogrom auf europäischem Boden? Warum kam es während der Kreuzzüge zu organisierten Judenpogromen? Der Gang durch das erste Jahrtausend erzählt nicht nur von den Anfängen des Antisemitismus, sondern auch vom beginnenden Kampf gegen diese Anfeindungen, vom Schutz der Juden durch die Karolinger, von der Unterstützung durch die maurischen Könige in Spanien bis zum Aufruf des Abts Bernhard von Clairvaux (1090–1153), der blutigen Judenverfolgung während der Kreuzzüge ein Ende zu bereiten.“ (ARTE)
Eine Geschichte des Antisemitismus: 1144 – 1791 (ARTE) 56 Minuten
„Wo nahm der Antisemitismus seinen Anfang? Warum konnte er sich weiterverbreiten? Warum entstand die erste große Welle antijüdischer Gewalt ausgerechnet im antiken Alexandria, als die Römer die Macht übernahmen? Wie setzte sich der Antijudaismus in den christlichen und in den muslimischen Zivilisationen fest? Wie konnte Granada nach einem 300-jährigen Goldenen Zeitalter auf der Iberischen Halbinsel zum Schauplatz eines Massakers werden, dem ersten Pogrom auf europäischem Boden? Warum kam es während der Kreuzzüge zu organisierten Judenpogromen? Der Gang durch das erste Jahrtausend erzählt nicht nur von den Anfängen des Antisemitismus, sondern auch vom beginnenden Kampf gegen diese Anfeindungen, vom Schutz der Juden durch die Karolinger, von der Unterstützung durch die maurischen Könige in Spanien bis zum Aufruf des Abts Bernhard von Clairvaux (1090–1153), der blutigen Judenverfolgung während der Kreuzzüge ein Ende zu bereiten.“ (ARTE)
Eine Geschichte des Antisemitismus: 1791 – 1945 (ARTE) 58 Minuten
„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? Die Französische Revolution ließ die europäischen Juden auf ein Ende der Diskriminierung hoffen. … Im 19. Jahrhundert tauchten neue, politisch und rassistisch motivierte Formen des Hasses auf Juden auf. Ein neuer Begriff wurde dafür geprägt: Antisemitismus. Vorgebliche Kritik am aufstrebenden Kapitalismus des industriellen Zeitalters, die auf falscher Personalisierung und der Leugnung komplexer ökonomischer Zusammenhänge beruhte, wurde zum Kern des modernen Antisemitismus. Das sogenannte Weltjudentum war geboren und wurde gerne auch in Karikaturen angesehener großer europäischer Tageszeitungen dargestellt. Die sogenannte Dreyfus-Affäre (1894), als der aus dem Elsass stammende Offizier Alfred Dreyfus als Spion für das Deutsche Reich beschuldigt und zur Verbannung auf die Teufelsinsel verurteilt wurde, beförderte die Karikatur in ein neues Zeitalter und verlagerte den Kampf gegen den Antisemitismus in die Politik.“ (ARTE)
Eine Geschichte des Antisemitismus: 1945 bis heute (ARTE) 56 Minuten
„Wie ist Antisemitismus nach der Shoah überhaupt noch möglich? Als Anfang 1945 die Lager nacheinander befreit wurden, kam das ganze Ausmaß der Nazi-Gräuel ans Licht, der millionenfache Mord an Jüdinnen und Juden. Diese Morde wurden als Holocaust bezeichnet, ‚ganz verbrannt‘ meint dieses Wort im Griechischen. Shoah, der hebräische Begriff für den Völkermord an etwa 6,3 Millionen europäischen Juden, bedeutet ‚das große Unheil‘. Aber gleich nach dem Krieg keimte der Antisemitismus wieder auf. … Nach der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 wurden in den arabischen Ländern Juden, deren Vorfahren oft über tausend Jahre in diesen Ländern lebten, gezwungen, auszuwandern. Zurück blieb ein Antisemitismus ohne Juden, für den sich niemand mehr zu schämen schien. Der Vatikan setzte dem 2.000-jährigen Antijudaismus offiziell ein Ende. Antizionismus und Negationismus, also die Leugnung des Holocaust, wurden zu neuen Ausdrucksformen des Antisemitismus. Mit dem 21. Jahrhundert begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Antisemitismus. Noch nie zuvor wurde Judenfeindlichkeit so stark angeprangert, strafrechtlich verfolgt und verurteilt. Und doch ist die Feindschaft gegenüber Juden zurück: Antisemitismus ist heute sehr sichtbar, teils offen, teils verdeckt, sehr oft laut und in unterschiedlichen neuen Erscheinungsformen.“ (ARTE)